Portugal – Zwischen Atlantik, Steilküsten und überraschenden Lieblingsorten
Eine Woche Portugal – Zwischen Atlantik, Steilküsten und kleinen Überraschungen
Portugal war schon länger ein Reiseziel, das ich mir vorgenommen hatte. Im Mai war es dann endlich so weit. Eine Woche lang waren wir mit dem Mietwagen unterwegs und haben vier ganz unterschiedliche Orte kennengelernt: Sintra, Ericeira, Nazaré und Lissabon.
Schon nach den ersten Tagen war klar, dass mich vor allem die Landschaft begeistern würde. Der Atlantik begleitet einen fast überall, ständig weht eine frische Brise und obwohl wir Ende Mai dort waren, war es nie unangenehm heiß. Genau diese Mischung hat die Reise für mich besonders gemacht.
Sintra – Zwischen Geschichte und ganz viel Grün
Unser erster Ausflug führte uns nach Sintra. Auf dem Programm stand die Quinta da Regaleira, die ich schon lange einmal sehen wollte.
Mich hat dort vor allem die Architektur fasziniert. Egal, in welche Richtung man blickte, überall gab es kleine Details zu entdecken. Gleichzeitig ist die gesamte Anlage unglaublich grün. Obwohl viele Besucher unterwegs waren, hatte ich nie das Gefühl, dass es überlaufen war. Wahrscheinlich, weil sich das Gelände so weitläufig anfühlt und man ständig neue Wege entdeckt.
Als Fotografin hätte ich dort wahrscheinlich noch Stunden verbringen können.
Ericeira – Der Ort, an den ich sofort zurückkehren würde
Die meiste Zeit unserer Reise verbrachten wir in Ericeira. Der kleine Küstenort ist vor allem als Surferparadies bekannt und genau deshalb hatten wir ihn ausgesucht. Während mein Freund möglichst viel Zeit im Wasser verbrachte, habe ich vor allem die Ruhe genossen. Was mich überrascht hat, war das Klima. Ich hatte Ende Mai deutlich wärmeres Wetter erwartet. Stattdessen sorgten der kalte Atlantik und die frische Meeresbrise dafür, dass die Temperaturen den ganzen Tag über angenehm waren.
Schon nach kurzer Zeit stellte sich dieses Gefühl ein, das man im Alltag viel zu selten hat: kein Zeitdruck, keine Termine und ständig das Rauschen des Meeres im Hintergrund.
Während unseres Aufenthalts entdeckten wir außerdem das Reitgestüt Cavalo Feliz. Der Besuch war überhaupt nicht geplant und wurde am Ende zu meinem persönlichen Highlight der Reise. Wir wurden unglaublich herzlich empfangen, lernten jedes einzelne Pferd kennen und spürten sofort, mit wie viel Liebe dort gearbeitet wird.
Wer mich kennt, weiß, dass Pferde schon immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Umso schöner war es, diesen Ort eher zufällig zu entdecken.
Nazaré – Beeindruckender, als ich erwartet hatte
Von Ericeira aus machten wir einen Tagesausflug nach Nazaré. Die berühmten Monsterwellen gab es während unseres Besuchs zwar nicht. Trotzdem war ich sofort beeindruckt.
Als wir oben an den Klippen standen, wurde erst richtig deutlich, welche Kraft der Atlantik entwickelt. Das Donnern der Wellen, die Gischt und das Wasser, das mit voller Wucht gegen die Felsen schlägt, sind etwas, das sich nur schwer fotografieren lässt.
Ich habe dort einige meiner Lieblingsbilder aufgenommen. Trotzdem vermitteln sie nur einen kleinen Teil von dem, was man an diesem Ort tatsächlich erlebt.
Lissabon – Ein schöner Abschluss
Die letzten beiden Tage verbrachten wir in Lissabon. Nach fünf Tagen in Ericeira musste ich mich erst wieder an das Tempo einer Großstadt gewöhnen. Im direkten Vergleich wirkte Lissabon fast hektisch, obwohl ich Portugal insgesamt deutlich entspannter erlebt habe, als ich erwartet hatte. Vor der Reise hatte ich mit wesentlich mehr Verkehr gerechnet. Tatsächlich war das Autofahren während der gesamten Woche überraschend unkompliziert.
Besonders schön war, dass wir genau zur Blütezeit der Jacaranda-Bäume dort waren. Zwischen den hellen Häuserfassaden leuchteten überall die violetten Blüten und sorgten für einen tollen Kontrast.
Natürlich gehören auch die gelben Straßenbahnen und der Torre de Belém zu einem Besuch in Lissabon dazu. Trotzdem sind es oft die kleinen Details, die mir von einer Reise am längsten in Erinnerung bleiben.
Würde ich wiederkommen?
Auf jeden Fall. Vor dieser Reise wusste ich nicht viel über Portugal. Heute verstehe ich, warum so viele Menschen immer wieder dorthin zurückkehren.
Mich haben vor allem die Küstenlandschaften begeistert. Die Farben des Atlantiks verändern sich ständig, das Licht wirkt je nach Tageszeit komplett anders und überall findet man Motive, bei denen man automatisch zur Kamera greift.
Beim nächsten Mal würde ich mir noch mehr Zeit nehmen und weiter Richtung Norden fahren. Ich habe das Gefühl, dass es dort noch viele Orte gibt, die genauso beeindruckend sind wie die, die wir in dieser Woche kennenlernen durften.

























