Ein fotografisch-biografisches Herzensprojekt

Wir sind noch da

Wann hören wir auf, Frauen zu sehen? Frauen werden älter. Ihre Gesichter verändern sich – aber ihre Geschichten, ihre Persönlichkeit und all das, was sie erlebt haben, verschwinden nicht. Und trotzdem werden Frauen mit zunehmendem Alter in unserer Gesellschaft immer weniger sichtbar.  Genau darum geht es bei „Wir sind noch da“.
„Ich war schon immer ein bissl goschert.“
Brigitta G.
Miriam Mehlman Fotografie Fokusecke links obenMiriam Mehlman Fotografie Fokusecke rechts unten
Portrait Bärbel Klepp und Miriam Mehlman

Gemeinsam mit der psychosozialen Case Managerin Bärbel Klepp durfte ich 32 Bewohnerinnen der Pflegeeinrichtung der Barmherzigen Brüder in Kritzendorf begleiten.

32 Frauen und ihre Lebensgeschichten

Bärbel hat mit den Frauen über ihr Leben gesprochen und ihre persönlichen Geschichten festgehalten. Ich habe sie in Schwarz-Weiß porträtiert.

Dabei ging es nicht darum, das Alter zu verstecken oder jemanden jünger aussehen zu lassen. Ich wollte die Frauen so fotografieren, wie sie heute sind – mit ihrer Persönlichkeit und mit all den Spuren eines gelebten Lebens.

Der Wunsch, gesehen zu werden, hört nicht irgendwann auf

Was mich während dieses Projekts besonders berührt hat, war zu erleben, was die Portraits für die Frauen selbst bedeutet haben.

Bei der Ausstellungseröffnung im September wurde das noch einmal sehr deutlich: die eigenen Bilder groß an der Wand zu sehen, die eigene Geschichte erzählt zu bekommen und damit ganz bewusst im Mittelpunkt zu stehen.

Auch mit 70, 80 oder 90 wollen wir gesehen werden.

Wir sind noch da – Projektdetails

Fotografie: Miriam Mehlman
Biografische Arbeit & Texte: Dr. Bärbel Klepp
Kontext: Entstanden in Zusammenarbeit mit 32 Bewohnerinnen der Pflegeeinrichtung der Barmherzigen Brüder Kritzendorf.

Einblicke

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